Es scheint so als ob wir in einer Zeitphase leben, wo grundlegende Börsengesetze keine Gültigkeit mehr haben. Das hochgelobte Gold verzeichnete am 06.09.2011 bei $ 1.921,18 seinen letzten Höchststand. Trotz anhaltender Turbulenzen und laufenden Unsicherheiten, hat der Goldpreis rund 25% von seinem Höchststand eingebüßt. Gold sollte doch in Krisenzeiten steigen - oder haben wir gar keine Krise? Natürlich haben wir eine Krise. Fragt sich nur welche Krise? Nicht immer ist das Augenscheinliche auch das Wirkliche. Hinter den Kulissen von Wirtschaft und Politik finden die tatsächlichen Machtkämpfe statt. Der "Leithammel" Amerika tut alles um seine Weltmachtposition zu ver-
teitigen und zu behalten. Jeder Griff in die Trickkiste ist erlaubt und der Zweck heiligt die amerikanischen Interessen und Mittel.
War es wirklich facebook und twitter die den arabischen Frühling geschaffen haben? Oder amerikanische Spezial-
einheiten? Haben tatsächlich syrische Piloten ein türkisches Kampfflugzeug abgeschossen? Oder haben wir hier eine amerikanische Aktion erlebt, um Syrien unter Mithilfe eines armseligen Handlangers Names Recep Tayyip Erdogan, vor der Weltöffentlichkeit zu dis-
kriminieren. Baut der Iran tatsächlich an einem Atom-programm? Sind die Sanktionen der EU ab kommender Woche gerechtfertigt oder hilft es Amerika wenn diese hoch explosive Region weiter destabilisiert wird?
80 v. Chr. stellte der Philosoh Marcus Tullius Cicero das erste Mal die Frage: "Qui bono?" - Wem nützt es?
Lassen Sie sich nicht von den Medien und politischen Handlangern für dumm verkaufen. Auch Sie sollten sich bei allen Medienberichten und bei allen Informationen die uns erreichen diese Frage stellen. Wem nützt es, dass Europa noch immer keine eigene Ratingagentur hat? Wem nützt es das weiterhin die Uneinigkeit der EU im Mittelpunkt des Weltinteresses steht? Wem nützt es das die Staatsschulden ins astronomische wachsen? - "Qui bono"?
Ein altes Sprichwort lautet: "Wenn sich zwei streiten freut sich der Dritte." Gehen Sie davon aus, dass der lachende Dritte Asien sein wird. Asien weißt eine junge Bevölkerung auf, das Wirtschaftswachstum ist fundamental untermauert, die Umweltauflagen sind als moderat zu bezeichnen und die Menschen Hungern nach Wohlstand und Anerkennung. Von der Weltöffentlichkeit ungeachtet werden die ersten zarten wirtschaftlichen Bande unter führenden asiatischen Nationen geknüpft. Vorsichtig, unscheinbar, ruhig und wohl überlegt - so wie es eben der asiatischen Mentalität entspricht.
Wenn Sie mich heute nach der Weltwährung in 5 - 10 Jahren fragen fällt mir doch tatsächlich der Renminbi ein ( chinesische Währung). Gewagt? - mag sein. unmöglich oder unglaublich? - eher nicht.
Alveus - 5. Dez, 14:55
Grundregeln, Positionsaufbau, Empfehlungen
In diesem letzten Teil über ETFs zeige ich Ihnen Möglichkeiten wie Sie mit diesem Veranlagungsinstrument, sowohl kurz wie auch mittelfristig, Geld verdienen können.
Grundsätzlich sollten Sie bei Ihren Investments einige Grundregeln beachten. Diese Regeln entscheiden, ob Sie an den Märkten Erfolge erzielen oder Geld verbrennen. Diese Regeln sind einfach und leicht anwendbar. Und weil sie so einfach sind, werden sie oft übersehen und vergessen. Um an den Märkten Geld zu verdienen brauchen Sie keine komplexen Handelssysteme oder 100erte Indikatoren. Bleiben Sie einfach und konsequent.
Grundregeln: Bevor Sie einen Trade eingehen bestimmen Sie die Positionsgröße, den zu erwartenden realistischen Gewinn un den möglichen Verlust, den Sie bereit sind zu akzeptieren. Gerade bei der Bestimmung von Gewinn -und Verlustpotential ist das Instrument der Chart -und Markttechnik sehr hilfreich. Sollte der Markt korrigieren - wo ist die nächste realistische Unterstützung? Hier haben Sie auch Ihr Verlustpotential. Sind Sie bereit diesen Verlust zu tragen? Sehr schön sehen Sie diese Unterstützung bei den wöchentlichen Chandlesticks. Mit der Frage:"Wo ist der nächste nennenswerte Widerstand bei einer Aufwärtsbewegung?" Da finden Sie Ihr Gewinnpotential. Verwenden Sie auch für die Ermittlung dieses Wertes die wöchentlichen Chandlesticks. Das Verhältnis von Ertrag zu Verlustpotential sollte mindestens 1,5 noch besser 2 oder höher betragen. Was heißt das? Wenn Sie bereit sind 8% zu verlieren sollten Sie auch die realistische Chance haben mindestens 12% noch besser 16% zu gewinnen. Wenn dieses CRV-Verhältnis (Chance-Risiko-Verhältnis) für Sie spricht, nur dann gehen Sie diesen Trade ein. Bei einem CRV unter 1,5 sollten Sie die Finger davon lassen und andere Positionen suchen.
Arbeiten Sie mit Trailling - Stopps. Ziehen Sie Stopps nach. Achtung: Die Stopps nicht zu eng setzen - der Titel braucht Luft um "atmen" zu können. Sobald ein Investment ins Plus gedreht hat, lassen Sie es nie wieder in die Verlustzone laufen.
Positionsgröße:Auch wenn der Titel noch so vielversprechend aussieht, auch wenn die Marktstimmung noch so positiv ist, auch wenn alle Analysten von diesem Titel schwärmen, auch wenn der Himmel hellblau ist und die Bäume rosa Zuckerwatte tragen - kaufen Sie NIE, NIE, NIE mehr als 3% Ihres Depotwertes pro Titel. Das heißt, wenn Sie voll investiert sind sollten Sie rund 35 Positionen im Depot haben. ( Don´t put all your eggs in one basket).
Währungsrisiko: Notiert der ETF oder ETC im Euro? Wenn NEIN - wollen Sie das Währungsrisiko dennoch eingehen? Rechnen Sie mit Währungsverlusten oder mit möglichen Währungsgewinnen? Wie wirkt sich dieses Risiko auf die Gesamtperformance aus? Stellen Sie sich diese Fragen bevor Sie kaufen.
Einsatz von Hebel und short ETFs & ETCs Viele ETF & ETC - Anbieter haben auch gehebelte Produkte im Sortiment. So ist es möglich nicht nur einen ETF -DAX sondern auch einen 2xETF-DAX zu ordern. Somit bildet der ETF die doppelte Entwicklung des Unterlyings ab. Steigt der DAX um 2% so legt der 2xETF-DAX um 4% zu. Verliert der DAX 3% so korrigiert der 2xETF-DAX um 6%. Durch einen Short DAX-ETF haben Sie auch die Möglchkeit bei einem fallenden DAX Erträge zu erwirtschaften.
Schreiben Sie nun alle erarbeiteten Daten auf ein Blatt - letzte Kontrolle. Können Sie wirklich mit dem Verlustrisiko in Höhe von x€ leben? Sind Sie auch bereit den Gewinn von x€ zu realisieren. Wenn Sie diese entscheidenden Fragen mit JA beantworten, dann legen Sie Angst und Gier bei Seite und handeln analytisch nach Ihren Aufzeichnungen.
Position: Titel: DAX / ETF iShares DAX (DE0005933931)
Verlustrisiko: 2,17% (€ 434,--), Ertragspotential: 6,85% (€ 1,340,--)
CRV: 3,16, Währung: Euro, Positionsgröße: 3% des Depotwertes,
Position: Titel: MSCI Türkei/Ishares MSCI Turkey (DE000A0LGQN1)
Verlustrisiko: 5,60% (€1.300,--), Ertragspotential: 11,00% (€ 2.200,--)
CRV: 2,00, Währung: US-$ Positionsgröße: 3% des Depotwertes,
Position: S&P global water/ iShares S&Pglobal water (DE000A0MSAG2)
Verlustrisiko: 3,10% ( € 620,--), Ertragspotential: 6,30% ( € 1.260,--)
CRV: 2,00, Währung: EURO, Positionsgröße: 3% des Depotwertes
Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlage-empfehlung dar, sondern dienen ausschließlich der Information. Die in dieser Einschätzung zum Ausdruck gebrachten Meinungen können sich jederzeit ohne vorherige Ankündigung ändern.
Alveus - 5. Dez, 14:52
Konstruktionsarten von ETFs, Anbieter von ETFs,
Bevor wir uns im Teil 3 mit dem strategischen Investieren und der Asset Allocation durch ETFs befassen,möchte ich Ihnen einiges Basiswissen über ETFs auf den Weg geben.
Grundsätzlich können Sie zwei Konstruktionsarten bei ETFs unterscheiden. Vollreplizierende ETFs und Swap basierende ETFs. Bevor wir uns hier in ein "börsenfachchinesisch" verlieren, versuche ich die Unterschiede auf "gut deutsch" herauszuarbeiten. Die beiden oben angeführten ETF-Arten unterscheiden sich grundlegend in Rendite, Liquidität und Risikoprofil von einander.
Vollreplizierende ETFs ("replicare" lat. kann am Besten mit "Nachbau" übersetzt werden) sind also Fonds, die tatsächlich alle Bestandteile des Index in der vorgegebenen Gewichtung enthalten. Ein Beispiel: Wenn Sie einen vollreplizierten DAX-ETF kaufen, können Sie davon ausgehen, dass alle 30 DAX-Titel beginnend bei Adidas bis Volkswagen mit der korrekten Gewichtung im ETF physisch abgebildet werden. Sollten sich die Titel oder die Gewichtung im DAX ändern, wird auch der ETF die gleiche Anpassung vornehmen.
Vorteile: - hohe Transparenz, da die Aktien immer im Sondervermögen-gehalten werden, die der zu Grunde liegende Index enthält. - Zusatzerträge sind durch die Verleihung gehaltener Wertpapierre möglich. Nachteile: - Anpassungen im Index müssen im ETF immer exakt nachvollzogen werden. - Höhere Kosten vor allem bei breiteren Indizes. (Ausnahme: Um die Kosten in einem überschaubaren Rahmen zu halten, enthält der ETF - MSCI WORLD rund 700 Wertpapiere obwohl im Index über 1800 Titel enthalten sind).
Swap basierende ETFs: Für eine Swap-ETF werden nicht notwendigerweise die Originalwerte des zugrunde liegenden Index gekauft, sondern es wird ein geeigneter Aktien- bzw Rentenkorb erworben und mit einem Total Retur Swap kombiniert. Unter einem Swap versteht man eine Vereinbarung zwischen zwei Vertragsparteien, in der Zukunft Zahlungsströme auszutauschen. Bei einem Swap-ETF wurd die Performance der im Fonds enthaltenen Wertpapiere, gegen die Wertentwicklung des jeweiligen Referenzindex getauscht. Dabei verpflichtet sich der Swapkontrahent - oft die Muttergesellschaft des ETF-Anbieters - die Performance des Index auf tägliche Basis bereitzustellen.
Vorteile: -kosteneffiziente Indexnachbildung, -geringer Tracking Error ( Standardabweichung von der Benchmark) -diese Konstruktion hat zahlreiche neue Anlagethemen und kleinere, illiquide Märkte erschlosssen. Nachteile: -mögliches Kontrahentenrisiko (Swap) -Short und Leveraged ETFs sind nur Instrumente für Investoren, die auch mit Risiko umgehen können.
Exkurs: Börsengehandelte Rohstoffprodukte (Exchange Traded Commodities, ETCs) ETCs geben börsennotierte Schuldverschreibungen aus, die Anleger ein direktes Engagement im Bereich der Rohstoffe ermöglichen. Anleger, die in ETCs investieren, können sich so in dem gewünschten Segment betätigen, ohne mit physischen Rohstoffen oder Warentermingeschäften handeln zu müssen. Ein ETC kann physisch besichert sein oder auf Derivate beruhen. Physische ETCs sind besichert und bilden möglichst genau die Entwicklung der täglichen Kassakurse ab, indem sie den physischen Rohstoff einlagern und bewerten. Die meisten physischen ETCs werden auf Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin oder Palladium ermittelt. Edelmetalle bieten sich für physische besicherte Finanzvehikel an, da sie einfach zu standardisieren und relativ kostengünstig zu lagern sind. Ein auf Derivate basierender ETC versucht üblicherweise die tägliche Entwicklung eines Index für besicherte Warenterminkontrakte nachzubilden. Auf Derivate beruhende ETCs bieten unterschiedliche Niveaus der Besicherung. Diese kann von vollständiger Absicherung bis zu teilweiser oder keiner Absicherung variieren. ETC sind keine Fonds oder börsennotierte Fonds, sondern typischerweise als Zweckgesellschaft strukturiert, die Schuldverschreibungen ausgeben.
Anbieter von ETFs Ich sehe meine Aufgabe nicht darin für ETF-Anbieter Werbung zu machen. Gehen Sie davon aus, dass alle Anbieter "nur mit Wasser kochen" und sich grundsätzlich nur durch unterschiedliches Marketing vom Mitbewerb unterscheiden. Ein oft vernachlässigter Punkt beim Kauf von ETFs oder ETCs ist das Währungsrisiko. Achten Sie daher auf währungsgehedgte Produkte. Diese schließen das Währungsrisiko aus. Gerade Rohstoff-ETCs notieren üblicherweise in US-$. Einige Anbieter, wie ETF Securities, sichern dieses Risiko sehr professionell in ihren Produkten ab.
Anbieter homepage iShares www.ishares.com (interessanter Produktfilter) ETF Securities www.etfsecurities.com (Spezialist für Rohstoffe) Db x-trackers www.etf.db.com (ETFs rund um die Welt) Lyxor www.lyxoretf.com (interessante Anleihen-ETFs) RBS www.rbs.de (interessante Rohstoffe)
Alveus - 5. Dez, 14:47
Entwicklung, Funktionsweise und Kostenstruktur Teil1/3
Es kommt zwar nicht immer alles Gute aus Amerika, aber die ETFs haben Ihren weltweiten Siegeszug von Amerika aus gestartet. Die ersten exchange traded funds wurden um 1970 in den Vereinigten Staaten an der New Yorker Börse gehandelt. Eine Erfolgsgeschichte, die seit rund 10 Jahren auch immer mehr in das Bewusstsein von europäischen Investoren gelangt.
Die unten angeführte Darstellung zeigt Ihnen die unglaubliche globale Entwicklung des ETF-Marktes von 2000 - 2012. Aktuell sind 1.167,65 Milliarden Euro in ETFs veranlagt.
2000 78,8Mrd.€ 2005 347,8Mrd.€ 2007 541,1 Mrd.€ 2010 986,6 Mrd.€ 2012 1.167,6 Mrd.€
Lassen Sie uns die Aufmerksamkeit von der weiten Welt auf Europa richten. Der europäische ETF-Markt hat aktuell ein Volumen von € 230,08 Milliarden Euro die sich auf 1.391 ETFs verteilen. Diese unglaubliche Summe gliedert sich in folgende Assetklassen:
Aktien total - (Europa, Nordamerika, Emerg Mkts).€ 131,85 Mrd. Festverzinsliche ETFs (Anleihen)...........€ 46,90 Mrd. Rohstoffe.........................................€ 49,06 Mrd. Währungen.......................................€ 0,43 Mrd. Andere.............................................€ 1,84 Mrd.
Funktionsweise von ETFs Exchange traded funds sind börsengehandelte Investmentfonds. Genauso wie klassische Investmentfonds sind die ETFs Sondervermögen und genießen vollen Insolvenzschutz.
ETFs sind börsennotiert und können jederzeit wie Aktien an der Börse gehandelt werden. Market Maker sorgen für eine fortlaufende Preisstellung und ausreichende Liquidität.
Die Wertpapierbestände eines ETF werden zum Ende eines jeden Börsentages veröffentlicht. Die Deutsche Börse berechnet minütlich den fairen Preis eines ETF.
Etwa 98% aller ETFs bilden Indizes nahezu 1:1 ab. Durch den Kauf eines DAX-ETFs werden die 30 deutschen DAX-Titel nachgebildet. Dieselbe Funktionsweise haben Sie beim Dow Jones, Nasdaq 100, ATX, Nikkei 225 etc. Daher sind ETFs in sich breit diversifiziert. Diese breite Streuung hat sich in der Vergangenheit als risikominimierend erwiesen.
ETFs bieten eine vollständige Zins-und Dividendenpartizipation durch Thesaurierung oder Ausschüttung.
Kostenstruktur - ETFs vs. Investmentfonds Ein wichtiger Aspekt bei Ihrem Kapitalaufbau ist die Kostenstruktur der verwendeten Produkte. Ein gravierender Unterschied zwischen ETFs und den klassischen Investmentfonds besteht in der Kostenstruktur. Agio, Managementfee und eventuelle Gewinnbeteiligung des Fondsmanagements treiben die Kostenbelastung für Investmentfonds in die Höhe. Nicht selten verliert der Anleger die möglichen Gewinne des ersten Jahres alleine durch die Kostenstruktur eines Investmentfonds. Abhängig von der Fonds-gesellschaft und der Anlageklasse können Investmentfonds im ersten Jahre Kosten bis zu 7% aufweisen wohingegen ein ETF mit etwa 0,25% an Kosten zu Buche schlägt.
Resümee: Mit ETFs können Sie die interessantesten Assetklassen in Ihr Depot holen. Das Investmentspektrum spannt sich vno Anleihen über Währungen und weltweiten Unternehmensaktien bis hin zu Rohstoffen und Indizes. Durch eine niedrige Kostenstruktur, eine hohe Liquidität und ausgezeichnete Transparenz empfehlen sich ETFs als kluges Investment.
Alveus - 5. Dez, 14:37
Jammern Sie nicht an der Zapfsäule - kaufen Sie Öl
Wer beklagt sich nicht an den Tankstellen über den hohen Ölpreis? Ob gerechtfertigt oder ungerechtfertigt ist nicht die entscheidende Frage. Wie kann ich diese Situation für mich verwenden und damit Geld verdienen. Diese Frage ist wesentlich spannender und vor allem ertragreicher.
Grundsätzliches zum Öl: Durch die Verbreitung von Benzin, Heizöl und andere Produkte auf Ölbasis kam die industrielle Revolution erst so richtig in Schwung. Grundsätzlich entscheiden wir drei Sorten von Rohöl. Dies sind BRENT für Europa, WTI für die USA und DUBAI CRUDE aus den Golfstaaten und den asiatischen Raum. Wobei BRENT und WTI den Ton am weltweiten Ölmarkt angeben.
Die 5 Länder mit der höchsten Ölproduktion sind:
1. Platz Russland
2. Platz Saudi Arabien
3. Platz USA
4. Platz China
5. platz Iran
Die entscheidenden Faktoren für den Rohölpreis:
Politische Lage: Die aktuellen Unruhen und die nicht kalkulierbaren politischen Risiken in den ölproduzierenden Ländern bringen die Industriestaaten verstärkt in eine Wirkungsposition.
Psychologie: Alle unnötigen und möglichen Prognosen und Statistiken über Weltvorräte und Umweltkatastrophen wirken sich beträchtlich auf den Ölpreis aus. Um die Irrationalität zu erkennen: Es wurde ein Zeitpunkt berechnet ( peak oil) zu dem ein globales Ölfördermaximum erreicht ist und danach im globalen Maßstab abnimmt.
Spekulation: Gerade am Sektor Öl geht es nicht primär um den tatsächlichen Verkauf oder Einkauf von Öl sondern um Spekulationen im großen Stil - Rotterdamer Spotmarkt.
Dollarkurs: Sämtliche Rohölkäufe werden in US-Dollar abgewickelt. Daher spielt der Euro-Dollar-Wechselkurs eine ganz entscheidene Rolle für die Eurozone.
Weltwirtschaft: Wir können Öl ohne weiteres als "Schmiemittel" für die Weltwirtschaft bezeichnen. Läuft die Weltwirtschaft auf vollen Touren wird dementsprechend viel Öl nachgefragt. Kühlt sich die Weltwirtschaft ab und versuchen die Volkswirtschaften das sogennante "soft landing", dann sinkt auch die Ölnachfrage.
Um von der Entwicklung des Rohölpreises profitieren zu können, ist es am einfachsten in einen ETC zu investieren.
Ich möchte darauf hinweisen, dass meine Empfehlungen keine Garantie für Gewinne darstellt. Ergebnisse aus der Vergangenheit lassen keine Schlußfolgerungen für die Zukunft zu. Daher kann für die ausgesprochenen Empfehlungen keinerlei Haftung übernommen werden.
Alveus - 5. Dez, 14:33
Mobil oder im-mobil, das ist hier die Frage!
Im Stiegenhaus unseres Bürogebäudes traf ich den Hausmeister. Er ist ein sehr freundlicher und kommunikativer Mann. "Herr Pinter, Sie haben doch etwas mit Geld und Börse zu tun - kann ich sie mal etwas fragen?"
Natürlich kann er - worum geht´s denn?
"Was halten Sie davon, wenn ich mir in Wien eine kleine Eigentumswohnung kaufe. Die könnte ich dann vermieten und so für meine Pension vorsorgen. Ich suche auf jedenfall etwas Sicheres und Immobilien sind ja sicher, wie man so hört."
Na dann schauen wir uns doch einmal die Assetklasse Immobilien etwas genauer an!
Grundsätzlich glaube ich an den "Public Indikator". Wenn also mein Hausmeister sich ein Immobilieninvestment überlegt, dann dürfte dieser "Zug" schon längst abgefahren sein. Denken Sie an Andre Kostolany der da meinte: "Aktien, Zügen und Frauen soll man nicht nachlaufen, die nächste kommt bestimmt." Erwischt, das mit den Frauen hab ich hinzugefügt.
Wenn Sie Immobilien als eine Investitionsklasse sehen, dann liegt dieses Investment im Spannungsfeld von Rendite, Sicherheit und Flexibilität.
Ich gehe davon aus, dass wir in Zukunft mit steigenden Inflationsraten zu kämpfen haben. Inflationsraten wie in den 80iger Jahren von 6% - 8% werden uns in den nächsten 10 Jahren begleiten. Bei einem Immobilieninvestment im Bereich Wohnimmobilien können Sie mit einer realistischen Rendite von 2,5% - 3,75% rechnen. Wenn Sie davon ausgehen, das die Wertsteigerungen in dieser Assetklasse den Zenit bereits erreicht haben oder knapp davor stehen, so ist es sehr wahrscheinlich, dass die Mieterträge einer Wohnimmobilie in naher Zukunft die Inflationsrate nicht schlagen werden. Es mag zwar ein schönes Gefühl sein einige Eigentumswohnungen zu besitzen, aber eine wirklich sexy Rendite werden Sie damit nicht erwirtschaften.
Das Thema Sicherheit wird gerade bei diesem Investment immer wieder hervorgehoben. Welche Risken gehen Sie beim Kauf einer Immobilie denn nun wirklich ein:
1) fairer Wert: Gerade im Bereich Immobilien sind der Preisgestaltung kaum Grenzen gesetzt. Lage, Ausstattung, Flair, etc....... sind Begriffe, die in eine Preisbildung einfliessen. Daher ist es oft sehr schwer von einen "Liebhaberwert" zu einem fairen "Verkehrswert" zu kommen.
2) geographisches Risiko: Die Steigerung von Immobilienpreisen vollzieht sich nicht gleichmäßig. Regional entstehen hier gravierende Unterschiede. Mag eine Gegend oder Lage heute "angesagt und in" sein, kann sie im Wandel der Zeit in ein paar Jahren uninteressant werden. In welchem Bezirk oder Region befindet sich Ihr Investment?
3) Mieterstruktur: Aus beruflichen oder privaten Gründen kann sich die Mieterstruktur eines Zinshauses sehr schnell ändern. Das wirkt sich oft stark auf die Lebensqualität aus. Eine verschlechterte Wohnqualität wird Ihre Mieteinnahmen drücken oder zu Leerständen führen. Welche Nachbarn ziehen ein? Welche Geschäfte befinden sich im Zinshaus oder in unmittelbarer Nähe?
4) Mietausfälle: Das Phänomen der "Mietnomanden" wird in den letzen Jahren zu einem immer stärkeren Problem. Die rechtliche Situation spricht nicht gerade für einen Immobilienbesitz und so können schon 1 - 2 Jahre vergehen bevor Sie Ihre heruntergekommene Immobilie wieder in Besitz nehmen können. Prozesskosten, Reparaturkosten, Mietentgang, Anwaltskosten emotionale Spannungen, etc..... sind Punkte, die die Freude am Immobilienbesitz doch ein wenig schmälern könnten.
5) wirtschaftlich/politisch schwierige Situationen: Es wäre nicht das erste Mal, das Regierungen willkürlich Schuldeintragungen in Grund-büchern vornehmen. Denken Sie dabei nicht an "Bananenrepubliken". Denken Sie dabei an Deutschland vor rund 65 Jahren. Überrascht nicht gewußt?
Wenn Sie Immobilien als eine Assetklasse betrachten, mit der Sie Erträge erwirtschaften wollen, dann ist Flexibilität ein sehr entscheidendes Kriterium.Schon der Name sagt uns, das Immobilien nicht mobil sondern eben immobil sind.
Wenn Aktienmärkte wieder auf den "Haussemodus" schalten, und das werden Sie, dann erwischt Sie das Investorleben am falschen Fuß. Ein Immobilienverkauf dauert und kostet Geld.
LÖSUNG: Wenn Sie gerne in Immobilien investieren wollen, kaufen Sie sich einen breit gestreuten offenen Immobilienfond oder einen Immobilien-ETF. Bleiben Sie geographisch in Österreich oder Deutschland. Finger weg von Immobilien in emerging markets. Diese sind zumeist weit überbewertet und halten nicht annähernd was sie versprechen. Mit diesem Instrument sind Sie an der Wertentwicklung dieser Assetklasse beteiligt, minimieren durch eine breite Streuung viele der oben angeführten Risken und bleiben mobil. Ihre Beteiligung können Sie jeden Tag per Knopfdruck veräußern.
ZUSAMMENFASSUNG: Gold und Immobilien sind eine Assetklasse - nicht mehr aber auch nicht weniger. Lasse Sie bei Ihren Investmentent-scheidungen die Emotionen beiseite. Die können Sie für Ihre Familie, Freundin oder sonstiges aufsparen. Der entscheidende Puntk bei derartigen Investitionen, ist meines Erachtens, die Flexibilität. Wie schnell kann ich in ein Investment hinein und wie schnell kann ich wieder raus. Je kürzer die Zeitspanne desto flexibler das Investment. Im heutigen Wirtschaftsleben fressen nicht die Großen die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen. Achten Sie auf diesen Punkt und Sie werden Geld verdienen. Negieren Sie diesen Punkt und Sie werden verlieren.
Alveus - 5. Dez, 14:30
Setzen Sie auf Sicherheit. Kaufen Sie ewas, das Bestand hat. Investieren Sie in reale Werte. Gehen Sie auf Nummer sicher.
Nach derartigen turbulenten Börsenjahren fallen solche Slogan natürlich auf fruchtbaren Boden. Eine nette Eigentumswohnung und einige Goldmünzen im Schließfach vermitteln ein Gefühl von Sicherheit. Sie können sie angreifen und somit auch psychologisch in Besitz nehmen.
Aber wie sieht es tatsächlich mit der Volatilität, dem Risiko und der Wertentwicklung dieser Assetklasse aus?
Einige Infos zu GOLD gefällig?
21.01.80 Goldkurs $ 850,--
21.07.99 Goldkurs $ 252,93..Wertverlust (ohne Inflation): -70,24% Nach gut 18 Jahren als Goldbesitzer haben Sie einen Verlust in Höhe von rund 70% eingefahren.
21.04.01 Goldkurs in $ 256,27
22.08.11 Goldkurs in $ 1.887,.-- Wertzuwachs (o.Inflation): +739,45% Nach 10 Jahren als Goldbesitzer haben Sie Ihr Investment mehr als versiebenfacht. Aber natürlich nur dann, wenn Sie bereit waren 70% Verlust zu akzeptieren und weiter in Gold investiert blieben.
05.09.11 Goldkurs in $ 1.895,--
29.08.11 Goldkurs in $ 1.660,-- Wertverlust ( o. Inflation) - 12,40%
Gold wirft weder Zinsen noch Dividenden noch Kupons ab. Das heißt der Wertzuwachs erfolgt tatsächlich durch die reine Spekulation auf einen steigenden Goldpreis. Das nenn ich doch eine ordentliche Volatilität für ein "sehr sicheres und konservatives" Investment.
Wir alle wissen das Gold in US-Dollar notiert. Trotz dieser Tatsache frage ich mich oft, ob dies Goldkäufern tatsächlich bewusst ist. Mit dem Kauf des Edelmetalls gehen Sie ein Währungsrisiko ein?
21.01.80 US-Dollar/Euro 0,8835
29.08.12 US-Dollar/Euro 0,7980.........Währungsverlust: -9,68%
Die Geschichte hat uns gezeigt das der Staat, wenn notwendig, bereit ist, zu drastischen Maßnahmen zu greifen. Im Jahre 1933 verbot Präsident Franklin D. Roosevelt die Auszahlung von Gold und den Handel mit Devisen.
Im Jahre 1963 erließ der indische Finanzminister eine Verordnung durch die natürliche Personen gezwungen waren ihren Goldbesitz zu melden. Danach wurde der Goldbesitz für illegal erklärt.
Am 27. April 1966 wurde durch die damalige britische Labour-Regierung jeden britischen Bürger untersagt, Goldmünzen zu erwerben oder weiterhin mehr als 4 Goldmünzen zu besitzen.
Am 25. August 1923 verkündete Reichspräsident Friedrich Ebert(SPD) eine Herausgabepflicht für Goldmünzen. Goldmünzen galten nicht mehr als Zahlungsmittel. Der Besitz von Goldmünzen wurde für illegal erklärt und stand unter Strafandrohung.
Sie glauben die Zeiten haben sich geändert. Die Geschichte kann sich nicht wiederholen. Die Menschen haben dazugelernt. Wie kommen Sie auf derart abskure Ideen? Das nenn ich doch ein ordentliches Risiko für ein "sehr sicheres und konservatives Investment".
Wenn Sie am 21.01.1980 in Gold investierten, bei einer Wertberichtigung von rund 70% die Nerven nicht weggeschmissen haben, bei einer Wertsteigerung von fast 750% keinen Herzinfarkt erlitten, im Laufe von rund 30 Jahren von Staatsseite nicht enteignet wurden, wenn Sie die Schwankungen des Währungspaares Euro/US-Dollar nicht berührten, dann haben Sie heute eine Wertsteigerung von satten 2,30% per anno erwirtschaftet. Das nenn ich doch eine ordentliche Wertsteigerung für ein "sehr lukratives und sicheres Investment"
Mein Lösungsansatz für GOLD: Nehmen Sie Gold den Hauch des Exklusiven und Unnahbaren. So sexy ist Gold nun wirklich nicht. Sehen Sie Gold als das, was es ist - ein Investment. Eine von mehreren Assetklassen, nicht mehr aber auch nicht weniger. Kaufen Sie sich anstelle von physischen Gold einen goldhinterlegten ETF und handeln Sie diesen mit klaren Kauf- und Verkaufssignalen, mit Stoppmarken und Zielmarken. Entglorifizieren Sie dieses Edelmetall und verdienen Sie damit Geld.
Alveus - 5. Dez, 14:27
Die FED tut es, die EZB tut es und die Bank of Japan tut es auch. Die Märkte werden mit billigem Geld geflutet. Es geht dabei gar nicht um die Frage des "Sündenfalls". Es geht um die Auswirkungen auf die Stabilität der gesellschaftlichen Strukturen in der Zukunft.
Was das Eine mit dem Anderen zu tun hat? - Eine ganze Menge!
Die Zentralbanken schaffen durch das "Anwerfen der Geldpresse" ein Zeitfenster, damit die Politik gesellschaftliche und strukturelle Reformen vorantreiben kann. Ich gehe davon aus, dass dieses Zeitfenster die nächsten 5-6 Jahre offen bleibt, sich danach aber rasch schließen wird.
Dieses "billige Geld" wird die Aktienmärkte in den nächsten Jahren beflügeln. Die Kehrseite der Medaille wird nach rund 6 Jahren eine steigende Inflationsrate sein. Die USA werden ab 2017 beginnen das Zinsniveau anzuheben.. Moderat aber stetig. Das "billige Geld" wird wieder eingesammelt - und zwar durch steigende Inflationsraten. Eine einfache Methode mit drastischen Auswirkungen. Wir werden uns mit Inflationsraten von 7% - 9% per anno herumschlagen müssen. Liebe Grüße aus den 80iger Jahren des vorigen Jahrtausends.
Diese lang anhaltende Inflationsperiode wird schlecht veranlagtes Geld halbieren oder gar dritteln. In Zukunft müssen Sie nicht mehr in Aktien investieren um Geld zu verlieren, es genügt wenn Sie Ihr Geld einfach am Sparbuch liegen lassen. Diese absehbare Entwicklung wird zu weiteren gesellschaftlichen und politischen Unruhen führen.
Das oben angeführte Zeitfenster sollte von der Politik genutzt werden, um in den nächsten Jahren die Sozialsysteme umzubauen. Alle gesellschaftliche Schichten werden davon betroffen sein. Der Sozialstaat, wie wir ihn die letzten 40 Jahre gekannt haben, den wird es in dieser Form nicht mehr geben. Pensionen, Gesundheitswesen, Ausbildung, um nur einige Kernpunkte zu nennen müssen einer drastischen Neugestaltung unterzogen werden.
Wenn ich mir jedoch die aktuelle politische Kultur in unserem Lande so ansehe, dann habe ich Zweifel ob dies gelingen kann. Zaudernde Politiker und eine Bevölkerung, die den Ernst der Lage nicht realistisch einzuschätzen weiß, sind eine explosive Mischung.
Die breite Bevölkerung sucht Sicherheit und wird sie so nicht finden. Sich auf den Staat verlassen und keine Eigenverantwortung übernehmen, kann niemals zur gewünschten Sicherheit führen.
Das einzige Sichere ist der Wandel. Dieser Spruch könnte nicht besser in unsere aktuelle Zeit passen. Sowie es scheint wird kein Stein auf dem Anderen bleiben. Aber vergessen Sie nicht: Steine die man Ihnen in den Weg legt können Sie verwenden um sich eine Brücke zu bauen.
Alveus - 5. Dez, 14:25