Samstag, 30. November 2013

Die Umverteilung geht von...

In der "Sparefroh-Zeit" steckengeblieben

Die Integral Markt- und Meinungsforschung hat im Auftrag der Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG eine interessante Studie erstellt. Es ging wie so oft um das Thema Geld und Sparen.

Kurz zusammengefasst ergab die Umfrage folgendes Bild: Die Sparform der Lebensversicherung legt leicht zu. Platz 1 hält nach wie vor das Sparbuch gefolgt vom Bausparvertrag. Das Kaufinteresse an Gold und Anleihen ist stark gefallen. Fonds, Immobilien und Aktien halten den selben Wert der letzten Jahre.

Wenn ich mir das Ergebnis dieser Marktforschung genauer überlege und die Auswirkungen betrachte, dann möchte ich folgendes feststellen:

1) Die Menschen in Österreich sind weiter bereit zu sparen. Der Spargedanke ist im Volk gut verankert. Das ist für eine stabile zukunftsorientierte Lebensführung sehr gut und wichtig.

2) Die breite Bevölkerung greift in hohem Maße aus Desinteresse und Unwissenheit weiterhin auf Investitionsmöglichkeiten des vergangen Jahrhunderts zurück. Wie sonst könnte das Sparbuch und der "berühmte" Bausparvertrag an vorderster Position für den Kapitalaufbau rangieren.

Die Massenmedien und die Politikdarsteller wollen uns immer wieder einreden, dass die Umverteilung von Arm auf Reich stattfindet. Das ist unsozial, ungerecht und überhaupt pfui, pfui, pfui. Aber stimmt dieses Bild das uns gebetsmühlenartig vorgespielt wird.

Es stimmt, dass wir in unserem Land eine fortschreitende Umverteilung haben. Wir alle wissen, dass die breite Mittelschicht in den nächsten 7 - 10 Jahren sich drastisch verringern wird. Ich bin davon überzeugt, dass dieser Trend nicht umkehrbar ist. Weiters stimmt es, dass Löhne und Gehälter stärker besteuert werden als Erträge aus Kapitalvermögen. Diese Tatsache zeigt uns doch sehr deutlich welche Richtung die zukünftige Entwicklung nimmt. Es geht halt nichts über eine gute Lobbyarbeit in Brüssel. (ist bitte ironisch gemeint !!!).

Die Umverteilung von arm auf reich ist mir etwas zu einfach gedacht. Vor einigen Wochen habe ich im Standard einen interessanten Bericht gelesen. Darin stand, dass im Jahr 2010 die Reichen Ihr Vermögen beträchtlich erweitert haben und der arme Mittelstand durch die Finanzkrise schwere finanzielle Einbußen erleben musste.

Und jetzt kommen wir, meiner Meinung nach, zu den entscheidenden Punkt. Während der Mittelstand in der Finanzkrise systematisch seine Aktienfonds und Investments unter beträchtlichen Verlust auf ein Sparbuch "umgeschichtet" hat, waren die Reichen in den Jahren 2009 - 2013 in Aktien investiert und haben satte Renditen eingefahren.

Meine persönliches Resumee: Die Umverteilung geht nicht von Arm auf Reich sondern von Dumm auf Intelligent. Das mag jetzt etwas hart klingen ist aber nicht böse gemeint. Ich sehe diese Aussage eher als Weckruf und positiven Gedankenanstoß das "Sparefrohzeitalter" zu beenden und sich mit Kapitalinstrumente der Gegenwart zu beschäftigen.

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