Wirtschaft

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Hilflose Politiker und gesteuerte Medien

Es scheint so als ob wir in einer Zeitphase leben, wo grundlegende Börsengesetze keine Gültigkeit mehr haben. Das hochgelobte Gold verzeichnete am 06.09.2011 bei $ 1.921,18 seinen letzten Höchststand. Trotz anhaltender Turbulenzen und laufenden Unsicherheiten, hat der Goldpreis rund 25% von seinem Höchststand eingebüßt. Gold sollte doch in Krisenzeiten steigen - oder haben wir gar keine Krise? Natürlich haben wir eine Krise. Fragt sich nur welche Krise? Nicht immer ist das Augenscheinliche auch das Wirkliche. Hinter den Kulissen von Wirtschaft und Politik finden die tatsächlichen Machtkämpfe statt. Der "Leithammel" Amerika tut alles um seine Weltmachtposition zu ver-
teitigen und zu behalten. Jeder Griff in die Trickkiste ist erlaubt und der Zweck heiligt die amerikanischen Interessen und Mittel.

War es wirklich facebook und twitter die den arabischen Frühling geschaffen haben? Oder amerikanische Spezial-
einheiten? Haben tatsächlich syrische Piloten ein türkisches Kampfflugzeug abgeschossen? Oder haben wir hier eine amerikanische Aktion erlebt, um Syrien unter Mithilfe eines armseligen Handlangers Names Recep Tayyip Erdogan, vor der Weltöffentlichkeit zu dis-
kriminieren. Baut der Iran tatsächlich an einem Atom-programm? Sind die Sanktionen der EU ab kommender Woche gerechtfertigt oder hilft es Amerika wenn diese hoch explosive Region weiter destabilisiert wird?

80 v. Chr. stellte der Philosoh Marcus Tullius Cicero das erste Mal die Frage: "Qui bono?" - Wem nützt es?

Lassen Sie sich nicht von den Medien und politischen Handlangern für dumm verkaufen. Auch Sie sollten sich bei allen Medienberichten und bei allen Informationen die uns erreichen diese Frage stellen. Wem nützt es, dass Europa noch immer keine eigene Ratingagentur hat? Wem nützt es das weiterhin die Uneinigkeit der EU im Mittelpunkt des Weltinteresses steht? Wem nützt es das die Staatsschulden ins astronomische wachsen? - "Qui bono"?

Ein altes Sprichwort lautet: "Wenn sich zwei streiten freut sich der Dritte." Gehen Sie davon aus, dass der lachende Dritte Asien sein wird. Asien weißt eine junge Bevölkerung auf, das Wirtschaftswachstum ist fundamental untermauert, die Umweltauflagen sind als moderat zu bezeichnen und die Menschen Hungern nach Wohlstand und Anerkennung. Von der Weltöffentlichkeit ungeachtet werden die ersten zarten wirtschaftlichen Bande unter führenden asiatischen Nationen geknüpft. Vorsichtig, unscheinbar, ruhig und wohl überlegt - so wie es eben der asiatischen Mentalität entspricht.

Wenn Sie mich heute nach der Weltwährung in 5 - 10 Jahren fragen fällt mir doch tatsächlich der Renminbi ein ( chinesische Währung). Gewagt? - mag sein. unmöglich oder unglaublich? - eher nicht.

The wind of change is always blowing

Die FED tut es, die EZB tut es und die Bank of Japan tut es auch. Die Märkte werden mit billigem Geld geflutet. Es geht dabei gar nicht um die Frage des "Sündenfalls". Es geht um die Auswirkungen auf die Stabilität der gesellschaftlichen Strukturen in der Zukunft.

Was das Eine mit dem Anderen zu tun hat? - Eine ganze Menge!

Die Zentralbanken schaffen durch das "Anwerfen der Geldpresse" ein Zeitfenster, damit die Politik gesellschaftliche und strukturelle Reformen vorantreiben kann. Ich gehe davon aus, dass dieses Zeitfenster die nächsten 5-6 Jahre offen bleibt, sich danach aber rasch schließen wird.

Dieses "billige Geld" wird die Aktienmärkte in den nächsten Jahren beflügeln. Die Kehrseite der Medaille wird nach rund 6 Jahren eine steigende Inflationsrate sein. Die USA werden ab 2017 beginnen das Zinsniveau anzuheben.. Moderat aber stetig. Das "billige Geld" wird wieder eingesammelt - und zwar durch steigende Inflationsraten. Eine einfache Methode mit drastischen Auswirkungen. Wir werden uns mit Inflationsraten von 7% - 9% per anno herumschlagen müssen. Liebe Grüße aus den 80iger Jahren des vorigen Jahrtausends.

Diese lang anhaltende Inflationsperiode wird schlecht veranlagtes Geld halbieren oder gar dritteln. In Zukunft müssen Sie nicht mehr in Aktien investieren um Geld zu verlieren, es genügt wenn Sie Ihr Geld einfach am Sparbuch liegen lassen. Diese absehbare Entwicklung wird zu weiteren gesellschaftlichen und politischen Unruhen führen.

Das oben angeführte Zeitfenster sollte von der Politik genutzt werden, um in den nächsten Jahren die Sozialsysteme umzubauen. Alle gesellschaftliche Schichten werden davon betroffen sein. Der Sozialstaat, wie wir ihn die letzten 40 Jahre gekannt haben, den wird es in dieser Form nicht mehr geben. Pensionen, Gesundheitswesen, Ausbildung, um nur einige Kernpunkte zu nennen müssen einer drastischen Neugestaltung unterzogen werden.

Wenn ich mir jedoch die aktuelle politische Kultur in unserem Lande so ansehe, dann habe ich Zweifel ob dies gelingen kann. Zaudernde Politiker und eine Bevölkerung, die den Ernst der Lage nicht realistisch einzuschätzen weiß, sind eine explosive Mischung.

Die breite Bevölkerung sucht Sicherheit und wird sie so nicht finden. Sich auf den Staat verlassen und keine Eigenverantwortung übernehmen, kann niemals zur gewünschten Sicherheit führen.

Das einzige Sichere ist der Wandel. Dieser Spruch könnte nicht besser in unsere aktuelle Zeit passen. Sowie es scheint wird kein Stein auf dem Anderen bleiben. Aber vergessen Sie nicht: Steine die man Ihnen in den Weg legt können Sie verwenden um sich eine Brücke zu bauen.

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